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Eine gute Elektro-Zahnbürste muss nicht teuer sein

Eine elektrische Zahnbürste für 1.000 Euro? Kann man machen, muss man aber nicht. Stiftung Warentest hat jüngst gezeigt, dass auch günstige Modelle gute Dienste leisten können.

Es gibt sie tatsächlich, die elektrische Edel-Zahnbürste für einen vierstelligen Kaufpreis. Neben einem Smartphone-Halter, einem Reiseetui mit USB-Anschluss und drei Ersatz-Aufsteckbürsten bekommt man dafür ein Hightech-Produkt mit automatischer Positionserkennung. Das mag für das Putzergebnis förderlich sein, notwendig ist es jedoch sicherlich nicht. Noch nicht mal annähernd einen dreistelligen Betrag muss man investieren, um eine elektrische Zahnbürste zu bekommen, die bei Stiftung Warentest auf dem Treppchen landete.

Ganze 17 Euro kostet die „Oral-B Vitality Cross Action“, die kürzlich den zweiten Platz im renommierten Produkttest ergatterte. Vor ihr konnte sich nur die „Oral-B Genius 9000“ platzieren, die jedoch deutlich über 100 Euro rangiert. Im mittleren Preissegment ist dagegen die Drittplatzierte angesiedelt, die „Acevivi S8“. Damit zeigt sich wieder einmal (wie schon bei vergangenen Zahncreme-Tests), dass sich Qualität nicht einfach am Preis ablesen lässt. 

Muss es überhaupt elektrisch sein?

Noch günstiger geht es natürlich auch – mit der bewährten Handzahnbürste. „Aus zahnmedizinischer Sicht ist die Handzahnbürste den elektrischen Ausführungen keineswegs unterlegen“, erläutert der Zahnarzt Dr. Olaf H. Körner, der in Berlin-Wilmersdorf praktiziert. „Man muss jedoch mehr Zeit als bei einer elektrischen Zahnbürste einplanen, um zu einem ähnlichen Resultat zu kommen. Von entscheidender Bedeutung ist es, die der jeweiligen Bürste angemessene Putztechnik einzusetzen.“

Es gibt verschiedene elektrische Systeme auf dem Markt, deren Eigenheiten die Anwender kennen sollten. Mit oszillierend-rotierenden Bürsten etwa muss jeder Zahn einzeln gereinigt werden, wobei man den runden Bürstenkopf am Zahnfleischrand ansetzt und dann – inklusive Schwenken in die Zwischenräume – parallel dazu Zahn für Zahn durchgeht. Der Bürstenkopf einer Schallzahnbürste dagegen erfasst gleichzeitig mehrere Zähne und wird vom Zahnfleisch zum Zahn geführt, ausgehend von einer 45-Grad-Positionierung.  

Ob elektrisch oder klassisch: Keine Zahnbürste vermag die hartnäckigen Beläge komplett zu entfernen. Daher gehören zu einer umfassenden Zahngesundheitsvorsorge auch regelmäßige – am besten halbjährliche – professionelle Zahnreinigungen in der Praxis.