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Rauchen und Alkohol lassen Füllungen schneller brüchig werden

Neben dem Füllungsmaterial, der technischen Ausführung und der Mundhygiene haben auch Nikotin und Alkohol einen merklichen Einfluss auf die Haltbarkeit von Zahnfüllungen.

Es ist kein Geheimnis, dass Raucher ihrer Zahn- und Mundgesundheit keinen Gefallen tun. Der giftige Qualm hemmt die Durchblutung von Zahnfleisch und Schleimhäuten und befördert so Parodontitis. Diese ist bei Rauchern zudem schlechter behandelbar, was auch dazu beiträgt, dass Zahnverlust bei ihnen rund doppelt so häufig vorkommt wie bei Nichtrauchern. Und das ist nur ein Ausschnitt aus den Negativfolgen des Rauchens für Zähne und Zahnhalteapparat.

„Raucher sollten die heimische Mundhygiene ebenso wie die zahnärztliche Vorsorge besonders ernst nehmen, um den schädlichen Effekten entgegenzuwirken“, rät der Zahnarzt Dr. Olaf H. Körner, der in Berlin-Wilmersdorf praktiziert. „Wobei kaum extra erwähnt werden muss, dass der komplette Verzicht auf die Glimmstengel die einzige medizinisch wirklich empfehlenswerte Vorgehensweise wäre. Auch der Umstieg auf die E-Zigarette bringt keine nennenswerte Entlastung, denn erste Studien zeigen, dass auch der von ihnen erzeugte Dampf keineswegs harmlos ist.“

Zu den bekannten Folgebeschwerden und -problemen gesellt sich nun noch eine weitere: Wie Forscher der Universität Pittsburgh bei einer Analyse von über 4.800 Patienten-Datensätzen
feststellten, beeinträchtigt Nikotin auch die Haltbarkeit von Füllungen. Das Gleiche gilt für Alkohol.

Kein Unterschied zwischen Amalgam- und Komposit-Füllungen

Die Wissenschaftler glichen den Zahnstatus der Probanden, der 1, 2 und 5 Jahre nach Einsetzen einer Füllung erhoben worden war, mit den Angaben zum Lebensstil ab. Dabei fanden sie heraus, dass insbesondere männliche Raucher ein deutlich erhöhtes Risiko haben, eine Füllung innerhalb von fünf Jahren wieder zu verlieren. Weniger stark, aber ebenfalls auffällig erhöht ist das Risiko von Patienten, die regelmäßig Alkohol trinken. Keinen signifikanten Einfluss auf die Füllungs-Haltbarkeit hat dagegen das Füllungsmaterial (Amalgam oder Komposit).

Daneben fanden die Forscher auch ihren Verdacht bestätigt, dass die Gene darüber mitbestimmen, wie lange eine Füllung hält. Wer Glück hat, kann also auf einen Ausgleich der Nikotin-Schädigungen durch günstige Genetik hoffen – sich darauf zu verlassen wäre allerdings nicht empfehlenswert.