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Wie die Ernährung die Zahngesundheit beeinflusst

Zucker und Säure sind schädlich für die Zähne, das ist bekannt. Doch welche Lebensmittel zeigen außerdem eine Dentalwirkung – positiv oder negativ?

Wie gesund – und auch wie schön – unsere Zähne sind, hängt zu einem guten Teil von der Ernährung ab. Wer beispielsweise viel Säure zu sich nimmt, riskiert Schäden am Zahnschmelz, die zu größerer Heiß-Kalt-Empfindlichkeit, Verfärbungen oder Sprüngen führen können. Nicht nur Obst und Fruchtsäfte enthalten viel Säure, auch Softdrinks wie Cola, Energydrinks oder auch Dressings. Wer sie genießen will, sollte den Verzehr nicht ausdehnen, sondern kurz halten und mit Wasser nachspülen, um den pH-Wert wieder auszugleichen. Ein weiterer bekannter „Zahnschädling“ ist Zucker, der sich ebenfalls in einer Vielzahl von Lebensmitteln, über Süßigkeiten hinaus, findet und Karies begünstigt. Häufig unterschätzte Zuckerquellen sind beispielsweise Softdrinks, Ketchup und Frühstücks-Cerealien.

Neben Säure und Zucker haben auch andere Lebensmittel bzw. Zutaten einen Effekt auf die Zahngesundheit. Und der kann durchaus positiv sein. „Schon während der Schwangerschaft lässt sich die Zahngesundheit des Embryos beeinflussen. Die Odontogenese, also die Entwicklung der Zähne, setzt nämlich bereits sehr früh ein, auch wenn man die Zähne erst viel später sieht. Wichtig sind die Nährstoffe Kalzium und Phosphat, die zudem Vitamin D bedürfen, um gut resorbiert werden zu können“, erläutert der in Berlin-Wilmersdorf praktizierende Zahnarzt Dr. Olaf H. Körner. „Auch Fluorid stärkt schon direkt nach der Geburt die entstehenden Zähne.“

Kalzium und Phosphat auch im Erwachsenenalter wesentlich
Die genannten Nährstoffe beeinflussen die Zahngesundheit keineswegs nur in jüngeren Jahren günstig. Auch Erwachsene sollten auf eine ausreichende Kalzium- und Phosphat-Zufuhr – wieder in Kombination mit Vitamin D – achten. Fluorid in der Zahnpasta und/oder im Speisesalz ist zur Prävention ebenfalls zu empfehlen.

Außerdem spielt die Speichel-„Qualität“ eine Rolle, denn im Normalzustand kann Speichel die Säure im Mundraum neutralisieren. „Wenn die Zusammensetzung des Speichels aus dem Gleichgewicht gerät, kann er seine Schutzfunktion für die Zähne nicht mehr vollends erfüllen“, warnt Zahnarzt Körner. Schädlich sind in dieser Hinsicht Alkohol und koffeinhaltige Getränke; positiv wirkt es sich dagegen aus, viel Wasser zu trinken.

Empfehlenswert ist zudem viel Rohkost auf dem Speiseplan, da sie in der Regel pH-neutral ist. Auch die beste und zahnschonendste Ernährung, dies nur der Vollständigkeit halber, macht allerdings eine gründliche Zahnpflege nicht überflüssig. Beides in Kombination kann jedoch für lange Zeit gesunde und schöne Zähne sorgen.