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Zahnmediziner warnen vor Energydrinks

Der Zahnschmelz leidet, wenn man häufig Energydrinks zu sich nimmt. Denn diese enthalten aggressive Säuren.

Dass Softdrinks weder für die Zähne noch für den gesamten Organismus vorteilhaft sind, ist mittlerweile ins öffentliche Bewusstsein vorgedrungen. Cola & Co. sind nicht nur stark gezuckert – so enthält ein halber Liter umgelegt rund 17 Stück Würfelzucker, bei Orangenlimonade sind es 14 Stück (empfohlen wird, nicht mehr als 8 Stück pro Tag zu sich zu nehmen). Hinzu kommt die enthaltene Phosphorsäure, die sich negativ auf den pH-Wert im Mundraum auswirkt und den Zahnschmelz schädigt.

Auch das Energydrinks nicht gerade zu den gesunden Getränken gehören, dürfte allgemein bekannt sein. Immerhin kam es bereits häufiger zu Todesfällen infolge von Nierenversagen oder kardiovaskulären Problemen nach ausgiebigem Energydrink-Konsum, meist in Verbindung mit körperlicher Verausgabung. Die Wirkung der süßen Wachmacher auf die Zähne allerdings wurde noch nicht systematisch untersucht. Diese Forschungslücke haben nun Wissenschaftler der Universität Bern geschlossen – und das Ergebnis ist alarmierend.

Säure ist nicht gleich Säure
Der Studienleiter Prof. Dr. Adrian Lussi erforscht bereits seit Jahren, welche zahnmedizinischen Effekte verschiedene Getränkegruppen zeitigen. Eine Frucht seiner Arbeit ist die grundlegende Erkenntnis, dass die enthaltenen Säuren sehr unterschiedlich wirken können. Und das macht sich auch in seiner jüngsten Studie bemerkbar: Bei der Untersuchung der Wirkung von Energydrinks auf den Zahnschmelz entpuppte sich die enthaltene Säure als signifikant aggressiver als beispielsweise die mit Cola aufgenommene Phosphorsäure.

Die Folge: Der Zahnschmelz wird durch Energydrinks aufgeweicht. Dadurch kann die Hitze- und Kälteempfindlichkeit steigen, der Zahnschmelz kann eingedellt oder verfärbt werden, in der Kauoberfläche drohen Sprünge.

Die Konsequenz aus dieser Erkenntnis sollte lauten: Finger weg von Energydrinks. Das dürfte den meisten Konsumenten nicht gefallen. Daher sollte beim Konsum zumindest Schadensbegrenzung betrieben werden. „Wer säurehaltige Getränke wie Energydrinks, Fruchtsäfte oder Softdrinks zu sich nimmt, sollte idealerweise immer wieder mit Wasser nachspülen, um die Säure zu neutralisieren“, empfiehlt der in Berlin-Wilmersdorf praktizierende Zahnarzt Dr. Olaf H. Körner. „Und am besten konsumiert man solche zahnschädlichen Getränke nicht über den ganzen Tag verteilt, sondern nur hin und wieder mal, damit sich der pH-Wert im Mund ‚erholen‘ kann.“