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Beim Kraftsport auf die Zähne achten!

Es ist eine intuitive Vorgehensweise, beim Gewichtheben die Zähne zusammenzubeißen. Darunter können diese allerdings auf Dauer ebenso leiden wie unter Zähneknirschen.

„Was ist bloß mit meinen Zähnen los?“ Diese Frage stellen sich viele Kraftsportler, wenn es irgendwann zu Zahnlockerungen oder gar Zahnverlust kommt, auch wenn die Mundhygiene immer sorgsam betrieben wurde und scheinbar keine Einwirkung von außen erkennbar ist. Der Grund liegt im wiederholten Zusammenpressen der Zähne mit maximaler Kraft, wie es bei der Mehrzahl derjenigen, die regelmäßig Gewichte stemmen, üblich ist. Umfragen zufolge betrifft das rund 80 Prozent der Kraftsportler. Das damit verbundene Risiko für die Zahngesundheit ist allerdings nur einer Minderheit, nämlich rund einem Drittel, bekannt.

„Ebenso wie Bruxismus – also das häufige Zähneknirschen – kann das regelmäßige Aufeinanderpressen der Zähne vielfältige Negativeffekte zeitigen“, erklärt der Zahnarzt Dr. Olaf H. Körner, der in Berlin-Wilmersdorf praktiziert. „Angefangen bei einem Zahnfleisch-Rückgang, der eine Zahnfleischentzündung und in der Folge eine Parodontitis begünstigen kann, über Risse und Riefen in der Zahnhartsubstanz bis hin zu deren Abrasion, also dem ‚Abrieb‘, der am Ende das Zahnbein freilegen kann.“

Es gibt wirksame Gegenmaßnahmen

Diese Risiken bedeuten nicht, dass man das Gewichtestemmen zugunsten der Zahngesundheit aufgeben müsste. Denn zum einen gibt es Bodybuilder-Tricks, mit denen man das Zusammenbeißen verhindern kann: etwa indem man beim Stemmen redet oder singt, oder indem man die Zunge gegen den Gaumen presst. Zum anderen hat auch der Zahnarzt ein effektives Schutzmittel an der Hand, nämlich eine individuell angepasste Bissschiene. Eine solche kommt in der Regel auch bei Bruxismus zum Einsatz, um die schädlichen Auswirkungen zu begrenzen.

Ganz wichtig ist darüber hinaus: Kraftsportler sollten ihren Zahnstatus konsequent mindestens halbjährlich überprüfen lassen. Denn die Schäden durchs Gewichtestemmen machen sich für Laien meist erst bemerkbar, wenn sie schon weit fortgeschritten sind. Oftmals ist dann schon Zahnhartsubstanz unwiederbringlich verloren gegangen oder eine entzündliche Erkrankung eingetreten, die nur mit großem Aufwand in den Griff zu bekommen ist.