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Fast jedes zweite Kind verwendet zu viel Zahncreme

„Erbse statt Bohne“ – viele Eltern kennen die zahnärztlichen Empfehlungen zur richtigen Zahnpastamenge nicht. Als Folge kann der Zahnschmelz ihrer Kinder Schaden nehmen.

Das US-amerikanische Center for Disease Control and Prevention, das dem Gesundheitsministerium unterstellt ist, führte kürzlich eine Umfrage unter Eltern von rund 5.000 Kindern durch. Ein besorgniserregendes Ergebnis lautet: 40 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen drücken sich regelmäßig zu viel Zahncreme auf die Bürste, indem sie deren Borsten zur Hälfte oder sogar ganz bedecken. Ein großer Teil der Kinder mag den Geschmack der Zahnpasta gern und schluckt auch häufig den Schaum herunter.

Das ist nicht nur und nicht in erster Linie deshalb von Nachteil, weil dabei deutlich mehr Zahncreme als nötig verbraucht wird, was am Ende „zum Fenster rausgeschmissenes“ Geld bedeutet. Vor allem birgt es Risiken für die Zahngesundheit und -ästhetik.

„Die meisten Zahncremes sind heutzutage mit Fluorid angereichert, was prinzipiell sinnvoll ist, da es Karies vorbeugt. Nehmen Kinder jedoch in der Phase der Zahnentwicklung dauerhaft zu viel Fluorid zu sich, kann es zu Dentalfluorose kommen“, warnt der in Berlin-Wilmersdorf tätige Zahnarzt Dr. Olaf H. Körner. „Dann entstehen im Zahnschmelz sichtbare Linien oder andere Defekte, die auch mit Zahnschmelzverlust einhergehen und damit die Widerstandskraft der Zähne schwächen können.“ Die zahnmedizinischen Fachgesellschaften empfehlen, sich nach der Regel „Erbse statt Bohne“ zu richten, also Zahnpasta nur im Erbsenvolumen aufzutragen.

Jedes fünfte Kind putzt zu selten
Für eine weitere Studie, diesmal auf Deutschland bezogen, wurde unter anderem das Zahnputzverhalten erfragt. Laut den federführenden Forschern des Robert Koch-Instituts putzen sich demnach 22,3 Prozent der Kinder hierzulande zu selten die Zähne. Zweimal täglich gilt gemeinhin als Minimum.

Bei der Untersuchung fiel auf, dass auch der Sozialstatus eine signifikante Auswirkung auf die Mundhygiene hat. Hier gilt: Je ärmer der Haushalt, desto seltener werden die Zähne geputzt. Die Autoren schlagen deshalb vor, das richtige Zahnputzverhalten in öffentlichen Institutionen wie Kindertagesstätten und Schulen mit mehr Nachdruck zu vermitteln.