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Gefahr für Implantate: Periimplantitis

Implantate sind die derzeit beste Zahnersatz-Lösung, doch sie brauchen gründliche Pflege. Andernfalls droht mit einer Periimplantitis eine entzündliche Erkrankung, die am Ende zum Verlust des Implantats führen kann.

Sie halten – sofern sie fachmännisch eingesetzt, angemessen gepflegt und regelmäßig kontrolliert werden – jahrzehntelang, lassen sich mit wechselndem Zahnersatz bestücken und kosten keine gesunde Zahnsubstanz von Nachbarzähnen, da diese nicht als Träger für eine Brücke gebraucht werden: Implantate sind die jüngste große Revolution der Zahnmedizin. Die künstlichen Zahnwurzeln werden folglich auch von den Patienten immer stärker nachgefragt. Was viele von ihnen nicht wissen: Auch Implantate brauchen eine gründliche Mundhygiene, wenn sie lange Bestand haben sollen.

Ein Risiko für die Implantat-Haltbarkeit liegt in der Periimplantitis, einer Entzündung, die gewissermaßen die Entsprechung einer Parodontitis darstellt; während diese den Zahnhalteapparat betrifft, setzt sich eine Periimplantitis im Implantatbett fest, also im Gewebe, von dem das Implantat getragen wird. „Eine Periimplantitis führt zu einem Rückgang des Knochengewebes, in aller Regel nachdem eine periimplantäre Mukositis vorausgegangen ist, bei der die Schleimhaut am Implantat ebenfalls einem entzündungsbedingten Rückgang unterliegt.

Erfolgt keine angemessene Behandlung, wird sich das Implantat auf kurz oder lang lockern und seine Funktion nicht mehr erfüllen können“, erklärt der Berliner Implantologie-Experte Dr. Olaf H. Körner. Der niedergelassene Zahnarzt, der im Stadtteil Wilmersdorf eine Praxis betreibt, weist seine Implantologie-Patienten daher regelmäßig auf die Bedeutung der richtigen Implantatpflege hin. Vor dem Einsetzen sollte zudem, so der erfahrene Implantologe, zur Prophylaxe immer eine Parodontitis ausgeschlossen bzw. therapiert werden. Das Periimplantitis-Risiko ist sonst nämlich nachgewiesenermaßen höher. 

Symptome ähneln denen einer Parodontitis

Anzeichen einer Periimplantitis sind – wie bei einer Parodontitis – Zahnfleischbluten und -rückgang, Schmerzen bei der heimischen Zahnpflege an der betreffenden Stelle oder auch anhaltender Mundgeruch. Der Knochenrückgang, der ebenfalls zu den Symptomen gehört, lässt sich nur röntgendiagnostisch feststellen. In einem späteren Erkrankungsstadium fängt dann das Implantat an zu wackeln.

Die Therapie besteht in der Bekämpfung der Infektion, was zum einen über antimikrobielle und antiinfektiöse Spüllösungen, zum anderen über eine Laserbehandlung möglich ist. „Je nach Erkrankungsstadium muss nach der Implantatdekontamination auch noch das Knochengewebe chirurgisch wiederaufgebaut werden, um anschließend erneut einen sicheren Halt bieten zu können“, führt Implantologe Dr. Körner aus. Oftmals müssen auch andere Stellen des Zahnapparats behandelt werden, um das Risiko eines nochmaligen Keimbefalls der Implantatumgebung zu minimieren.