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Neue Empfehlungen zur Zahnpflege bei Kleinkindern

Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ) hat ihre Empfehlungen für die Zahnpflege und die Flüssigkeitsaufnahme von Kleinkindern neueren Erkenntnissen angepasst.

Fluorid, ein neutrales Salz der Fluorwasserstoffsäure, leistet in der Kariesprävention wertvolle Dienste, indem es den Zahnschmelz widerstandsfähiger macht. Seit es in der Breite Kochsalz und Zahncreme zugesetzt wird, sind die Kariesraten kontinuierlich zurückgegangen. Ebenso lange schwelt aber ein Streit darum, ob wir dem Organismus – insbesondere von Kindern – durch zu viel Fluorid möglicherweise schaden.

Dass eine hohe Fluoriddosierung bei Kindern zu Entwicklungsschäden führen kann, wurde in verschiedenen Studien belegt. „Im Allgemeinen sind wir in Deutschland aber weit von einer Fluoridaufnahme entfernt, ab der es gefährlich würde“, konstatiert der Zahnarzt Dr. Olaf H. Körner, der in Berlin-Wilmersdorf praktiziert. Auch eine aktuelle Übersichtsstudie, federführend erstellt vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung (IfADo) und 26 Einzelstudien umfassend, gibt Entwarnung: „Das aktuell verfügbare Wissen rechtfertigt nicht, Fluorid als entwicklungsneurotoxisch bei den Werten einzustufen, denen wir in Europa ausgesetzt sind“, fasst IfADo-Toxikologe Prof. Jan Hengstler zusammen.

Auch vor dem Hintergrund solcher Erkenntnisse hat nun die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ) in Kooperation mit verschiedenen Fachgesellschaften ihre Empfehlungen zur Vorbeugung kleinkindlicher Karies angepasst:

  • Ab dem ersten Milchzahn sollte Kleinkindern zu Hause zweimal täglich entweder mit einer reiskorngroßen Kinderzahncreme-Menge mit 1.000 ppm (parts per million, Anteile pro Million) Fluorid oder mit einer erbsengroßen Menge mit 500 ppm Fluorid geputzt werden.
  • Ab dem zweiten Geburtstag empfehlen die DAJ-Experten zweimal tägliches Putzen mit einer erbsengroßen Zahncreme-Menge mit 1.000 ppm Fluorid.
  • In der Tagesbetreuung sollten unter zweijährigen Kindern zusätzlich nur feucht, aber ohne Zahncreme die Zähne geputzt werden.
  • Über zweijährigen Kindern sollten die Erzieherinnen und Erzieher in der Tagesbetreuung mit einer erbsengroßen Zahncreme-Menge mit 1.000 ppm Fluorid die Zähne putzen.


Außerdem haben die Gesundheitsexperten ihre Getränke-Empfehlung modifiziert. Sie ist denkbar einfach und bezieht sich auch auf Kleinkinder: Wasser. Zu den Mahlzeiten wie zwischendurch, ob von den Bezugspersonen verabreicht oder eigenständig getrunken.