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Parodontitis erhöht Blutdruck

Eine italienische Studie belegt, dass sich eine Parodontitis ungünstig auf den Blutdruck auswirkt. Zudem sprechen blutdrucksenkende Medikamente schlechter an.

Zu den zahlreichen bekannten Folgewirkungen einer Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontitis) gesellt sich seit Kurzem eine weitere: Bluthochdruck. Ein Zusammenhang mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose wurde bereits vor längerer Zeit belegt.

Forscher der Universität im italienischen L’Aquila analysierten nun Daten zu rund 3.600 Bluthochdruckpatienten (Hypertoniker). Wie sich zeigte, waren die Werte der Teilnehmer, die zugleich eine Parodontitis aufwiesen, deutlich schlechter als die der anderen Hypertoniker. Ein weiterer Befund: Es gelang bei den Parodontitis-Betroffenen weniger gut, den Blutdruck medikamentös abzusenken.

Wie genau die Parodontitis den Blutdruck beeinflusst, konnten die Wissenschaftler den Daten nicht entnehmen. Zwei klare Empfehlungen leiten sie aber aus den Ergebnissen ab: Parodontitis-Patienten sollten ihren Blutdruck im Auge behalten und gegebenenfalls regelmäßig ärztlich kontrollieren lassen; Hypertoniker dagegen sollten ihren Zahnstatus untersuchen lassen, um eine eventuell vorliegende Parodontitis behandeln lassen zu können.

Entzündung kann zum Zahnverlust führen

Abgesehen von den systemischen Folgewirkungen sollte eine Parodontitis schon im Sinne der langfristigen Zahngesundheit bekämpft werden. „In der ersten Zeit verursacht eine Parodontitis keine Beschwerden, daher wissen viele Patienten nichts von ihrer Erkrankung. Diese sollte dennoch nicht unterschätzt werden: In weiteren Stadien bildet sich das Zahnfleisch zurück, und wenn nicht gegengesteuert wird, droht am Ende der komplette Zahnverlust“, warnt der in Berlin-Wilmersdorf niedergelassene Zahnarzt Dr. Olaf H. Körner. Typische Symptome einer fortgeschrittenen Parodontitis sind Zahnfleischbluten und eine erhöhte Reizempfindlichkeit.

Von der Entzündung zerstörtes Gewebe kann in der Regel nicht gerettet werden. Daher ist Vorbeugung das beste Rezept für ein Parodontitis-freies Gebiss. Dazu gehören neben regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen und Kontrollterminen in der Zahnarztpraxis der Verzicht aufs Rauchen sowie eine gründliche Mundhygiene.