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Schlank zu bleiben senkt das Parodontitis-Risiko

Ein hoher BMI geht mit einem erhöhten Parodontitis-Risiko einher, wie US-Forscher herausgefunden haben. Ein Grund mehr, die Pfunde in Schach zu halten.

Fachsprachlich ist von einer langfristig positiven Energiebilanz die Rede; positiv ist es allerdings nicht zu bewerten, was damit bezeichnet wird: dauerhaft mehr Kalorien zu sich zu nehmen, als der Körper (ver)braucht. Denn die logische Folge sind Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas). Dessen ungeachtet weisen immer mehr Menschen in Deutschland eine langfristig positive Energiebilanz auf. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist übergewichtig, rund 16 Prozent überschreiten die Schwelle zur Adipositas.

Bekanntermaßen tut es der Gesundheit nicht gut, zu viele Pfunde mit sich herumzuschleppen. Der hohe Fettanteil im Körper begünstigt die Entstehung von Entzündungen. Als Folge daraus unterliegen Übergewichtige und Fettleibige einem erhöhten kardiovaskulären Risiko. Typ-2-Diabetes und Atherosklerose sind häufige Begleiterscheinungen, am Ende drohen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Und nicht nur das: Wie Wissenschaftler der Case Western Reserve University im US-amerikanischen Cleveland kürzlich im „British Dental Journal“ vermeldeten, leidet auch die Mundgesundheit unter einer langfristig positiven Energiebilanz.

Komplexe Zusammenhänge
Die Forscher setzten für ihre Studie den Body-Mass-Index-(BMI)-Wert, den Körperfettanteil und den Taillenumfang ihrer Probanden in Bezug zum Vorliegen einer Parodontitis. Dabei zeigte sich: Je größer das Übergewicht, desto höher das Parodontitis-Risiko. Dieser Befund stellt insofern keine Überraschung dar, als es sich bei einer Parodontitis um Entzündungsprozesse handelt – die ja von Übergewicht generell begünstigt werden.

Ob eine Gewichtsabnahme folglich auch zu einer besseren Mundgesundheit führt, wollen die Studienautoren nicht beurteilen. Dazu seien die Zusammenhänge zu komplex, erst Langzeitstudien könnten diese Frage beantworten. Zu bedenken ist überdies, dass individuelle Faktoren wie Ernährungsweise, Mundhygiene und Rauchstatus ebenfalls beträchtlichen Einfluss auf das Parodontitis-Risiko haben. Doch auch wenn der Nutzen für die Mundgesundheit noch nicht zweifelsfrei wissenschaftlich belegt wurde: Überflüssiges Fett loszuwerden lohnt sich allemal.