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Warum Zahngesundheits-Prophylaxe auch dem Herzen guttut

Eine schwedische Studie mit rund 1.600 Teilnehmern belegt eine starke Korrelation zwischen Parodontitis und dem Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzinsuffizienz. Die Forscher empfehlen daher Zahnprophylaxe als Herz-Kreislauf-Prophylaxe.

Es vergeht kaum ein Monat, ohne dass eine neue Studie zu Zusammenhängen zwischen Parodontitis und systemischen, also den ganzen Organismus betreffenden Erkrankungen veröffentlicht wird. „Die chronische Entzündung des Zahnbetts sorgt für einen ständigen Bakterienherd im Mundraum. Von dort gelangen die Keime in die Blutbahn, wo sie eine Vielzahl von Folgeerkrankungen begünstigen können“, erklärt der in Berlin-Wilmersdorf praktizierende Zahnarzt Dr. Olaf H. Körner. „Studien zeigen beispielsweise auffällige Korrelationen zwischen Parodontitis und Herz-Gefäß-Erkrankungen, Parodontitis oder Krebs.“

Das Herz-Gefäß-System stand auch im Fokus einer Studie, die am Stockholmer Karolinska-Institut durchgeführt wurde. Rund 800 Teilnehmer, die bereits einen Herzinfarkt erlitten hatten, sowie eine ähnlich große Kontrollgruppe wurden circa sechs Jahre lang beobachtet. Erfasst wurden ihr Zahn- und ihr Herzgesundheitsstatus, insbesondere Parodontitis und Herzinfarkte, Schlaganfälle sowie Fälle schwerer Herzinsuffizienz.

Um die Hälfte erhöhtes Risiko
Das Kernergebnis der schwedischen Forschungsarbeit lautet: Wer unter Parodontitis leidet, hat ein um 49 Prozent erhöhtes Risiko für die genannten schweren kardiovaskulären Ereignisse. Diese Korrelation ist zwar kein Beleg dafür, dass diese nicht auch ohne Parodontitis eingetreten wären. Hinzu kommt, dass die Zahl der erfassten schweren kardiovaskulären Ereignisse mit 205 für allgemeine statistische Aussagen vergleichsweise klein ist.

Dennoch nehmen die Karolinska-Forscher ihre Resultate zum Anlass, für „dentale Screeningprogramme“ zugunsten der Herzgesundheit einzutreten. Es spreche viel dafür, dass sich mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und Mundhygiene-Aufklärungsarbeit schwere kardiovaskuläre Ereignisse verhindern lassen könnten.

Daneben gibt es selbstredend eine Fülle weiterer guter Gründe für mindestens jährliche, besser halbjährliche Check-ups beim Zahnarzt, idealerweise flankiert von professionellen Zahnreinigungen. Zusammenfassen lassen sie sich mit: langfristig gesunde und funktionsfähige, ästhetisch ansprechende Zähne.